Der Kinderschutz in Brandenburg wird weiter ausgebaut: Im Klinikum Frankfurt (Oder) hat die landesweit vierte Kinderschutzambulanz (KIA) eröffnet. Nach Potsdam, Eberswalde und Lauchhammer schließt die neue Einrichtung eine wichtige Versorgungslücke in Ostbrandenburg.
In den Ambulanzen arbeiten Medizin- und Jugendhilfefachkräfte eng zusammen. Sie untersuchen betroffene Kinder und Jugendliche bei Verdacht auf Gewalt oder Vernachlässigung, versorgen sie medizinisch und sichern Verletzungsspuren gerichtsverwertbar für die Arbeit von Jugendämtern, Polizei und Justiz.
Angesichts landesweit steigender Fallzahlen bieten die Ambulanzen einen sicheren Ort für schnelle und professionelle Hilfe vor Ort. Noch in diesem Jahr sollen weitere Standorte in Neuruppin und Cottbus folgen. Das Gesundheits- und das Jugendministerium fördern den Aufbau der Kinderschutzambulanzen mit einer Anschubfinanzierung von insgesamt 170.000 Euro aus Lottomitteln.